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Wild Animal — Self-Titled (2025)

Wild Animal — selbstbetiteltes Album-Cover (2025)

Dieses Kind von uns möchte die vielschichtigen Neigungen und Machenschaften einer faszinierenden Wirklichkeit erkunden. Für den Anfang brauchen wir eine lost map.

Doch wo ist sie? Und überhaupt, wer fragt? Der Ausweg aus chaotischen, selbstreferenziellen Schleifen liegt in der Beschwörung eines quiet song. Musik ist wirklich eine ungemein mächtige Medizin für Selbstausdruck und emotionale Erkundung: Sie vertreibt Verdruss mit Leichtigkeit.

Nachdem wir die drängenden Bedürfnisse der Gegenwart verarbeitet haben, drängen uns die Bitten der Vergangenheit, auf unseren Mangel zu blicken. Ist es nicht genug? Sind wir nicht angekommen? Nun, wo auch immer wir gelandet sind: Es ist gut zu wissen: they can't eat you. Inzwischen ist genug zusammengewachsen, dass wir beginnen können, von innen nach außen zu blicken. Was auch immer es heißt, ein Innen und ein Außen zu haben; Grüße sind angebracht: Hello World, DA!, Greetings Earthlings, oder vielleicht einfach ein schlichtes „Hey“.

Wenn Grüße das einfachste Extremum auf dem Spektrum der Begegnungen zwischen scheinbar getrennten Wesen sind, dann muss das Internet irgendwo am fernen Ende liegen. Eine gewaltige Komplexität, die das Paradox der Kommunikation als Trennung trefflich verkörpert. Ein Großteil des seelischen und emotionalen Unrats der Gesellschaft wird aus inneren und gemeinschaftlichen Prozessen verbannt und bleibt im klebrigen Netz hängen. Nun, shit. Ich glaube, wir müssen mit den Vögeln fliegen, to slip away from this one. Die Gegenkultur unserer Zeit (2025) überdenkt und verbessert den Ruf nach Gemeinschaft. Die Bedürfnisse sind so eklatant, dass unser Zusammenfinden geradezu unausweichlich wird. Irgendwo in den unlaminierten Schwellenräumen zwischen chaos und Kohärenz müssen wir unseren Weg finden. Doch natürlich ist all das: Das Zusammenkommen, das Heranwachsen vom ersten staunenden Erwachen eines weitäugigen Wesens bis zur zusammenhaltenden Gemeinschaft – erst der Anfang.

Tomorrow, awesome weather? Oder zieht ein Sturm auf?

Wild Animal von Wild Animal

Titel

  1. Lost Map
  2. Quiet Song
  3. Hey, James
  4. Hey
  5. Slipstream
  6. Shitpost
  7. Acoustic Chaos (It’s chaos, drop me off)
  8. Seelen im Sturm

Credits

Alle Instrumente: John Patrick Therrien
Männlicher Gesang: John Patrick Therrien
Weiblicher Gesang: Marie Therrien
Geschrieben von John Patrick Therrien und Marie Therrien

Hier findest du alle Lyrics

Produziert, aufgenommen und gemastert von John Patrick Therrien
Album-Artwork: Marie Therrien

Danke!

Lisa Zwinzscher und Lukas Stodolik: Vielen Dank, dass ihr uns das Studio der Schatulle Bömm und Gold&Gewitter in Leipzig so großzügig zur Verfügung gestellt habt.

Und vielen Dank an unsere Familien und Freunde für ihre anhaltende Unterstützung und ihre Liebe.

Die Singles

Wild Animal — Lost Map Single-Cover

Lost Map

Lost Map von Wild Animal

Inmitten von Selbstbezüglichkeit, seltsamen Schleifen und der unsichtbaren Geburt des Bewusstseins versucht diese „verlorene Karte“, ihren eigenen Weg jenseits der Völkergedanken zu zeichnen.

In der Mathematik reißt die Chaostheorie ein gewaltiges Loch in den Traum, die Natur vollkommen vorhersagen zu können. Doch durch diesen Riss eröffnet sich eine neue Sichtweise: eine, in der die Mathematik nicht länger Gewissheiten beschreibt, sondern Landschaften von Möglichkeiten kartiert, Formen des Werdens sichtbar macht, die verborgenen Muster, die sie lenken, und die unausweichliche Einladung, selbst hinzusehen.

Das ist von großer Kraft und vielleicht sogar notwendig. Eine Perspektive, die neben der alten Kathedrale exakter Lösungen bestehen kann, ohne deren Strenge zu verlangen. Oder zumindest eine Sichtweise, die den bewährten Methoden ebenbürtig ist, mit denen man nach einer exakten analytischen Lösung sucht und sie anschließend verfeinert oder stört.

Denn gibt es nicht bereits genug Störungen, die über die Grenzen unserer ruhigen Wahrnehmung hinausreichen und sich unserem Blick aufdrängen?

Wild Animal — Hey, James Single-Cover

Hey, James

Hey, James von Wild Animal

Stell dir eine Fortsetzung des James-Bond-Mythos vor: eine Welt, in der er endlich und auf würdige Weise den Dienst quittiert hat. Eine Welt, in der er einer Frau begegnet ist, die sein Herz berührt und seine Neugier entfacht, und in der er sich ganz der Liebe hingibt.

Doch wenn der Kampf vorüber ist, bricht oft eine Flut lange verdrängter Schmerzen hervor. Loszulassen, zu empfangen und sich dem Leben anzuvertrauen, wird zu seiner größten Mission.

Dieses Lied wirft einen Blick auf das Wesen von Trauma, nicht nur auf die seelischen Narben verwundeter Krieger überall auf der Welt, sondern auf die Wunden aller Menschen, die irgendeine Form von Erschütterung erfahren haben.

Es ist als Ermutigung gedacht, als Erinnerung daran, dass wir bereits alles in uns tragen, was wir brauchen. Zugleich ist es eine Einladung, jene Menschen anzunehmen und zu schätzen, mit denen wir Liebe erfahren dürfen.

Denn selbst in den gewaltigsten Schlachten unseres Lebens sind wir vollständig, vollendet, heil und ganz. Als Teil des großen Ganzen gehören wir dazu, getragen, geliebt und zutiefst verbunden.